Die erste Leitstelle zog in die Räumlichkeiten des DRK an der Kaiserstraße.

Die Leitstellen im Landkreis Hameln-Pyrmont:
Der Beginn einer Ära sowie eine lange Geschichte

Die Kooperative Regionalleitstelle in Hameln ist der Anfang einer neuen Ära - gleichzeitig ist sie aber auch ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Leitstellen im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Denn durch die Einführung des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes am 8. März 1978 oblag es den Landkreisen schon damals, die Einrichtung und Unterhaltung einer ständig besetzten Feuerwehreinsatzleitstelle sicherzustellen. Als übergemeindliche Aufgabe wird seitdem das Einsatzgeschehen des abwehrenden Brandschutzes und der Hilfeleistung koordiniert und zentral abgewickelt.

Im Landkreis Hameln-Pyrmont wurde der Startschuss zu einer solchen Einsatzleitstelle am 13. März 1978 gegegeben: An dem Tag fasste der Kreisausschussden Beschluss zur Einrichtung. Als Interimslösung wurden vorerst Räumlichkeiten im Gebäude des DRK-Kreisverbandes Hameln-Pyrmont (DRK) an der Kaiserstraße 34 in Hameln angemietet und diese - entsprechend den Erfordernissen - ausgestattet.

 

Die Nachrichtenzentrale der Feuerwehr Hameln.

Voller Einsatz:
Die Arbeit der Leitstelle war schon Anfang der 90er Jahre sehr gefragt


Nachdem die Leitstelle technisch ausgestattet und die Bezirksregierung Hannover die erforderliche Betriebsgenehmigung erteilt hatte, nahm die Feuerwehreinsatzleitstelle ihren Probebetrieb im Oktober 1980 auf.

Begonnen wurde der Dienst mit vier Mitarbeitern, die im Zweischichtbetrieb alle unter der Rufnummer 112 eingehenden Notrufe entgegennahmen und disponierten.

Die Stadt Hameln hielt parallel dazu eine nachgeordnete Nachrichtenzentrale und Rettungsleitstelle für die Feuerwehr der Stadt Hameln vor, bei der der Notruf 112 aus dem Stadtgebiet Hameln, der über die Leitstelle des Landkreises weitergeleitet wurde, auflief.

 

Feuerwehr und Rettungsdienst waren in einer Leitstelle an der Invalidenstraße untergebracht.

Die Räume an der Kaiserstraße wurden zu eng:
Bau eines neuen Gebäudes war notwendig

Die Rettungsleitstelle benötigte somit auch mehr Personal, wodurch die Räume des DRK an der Kaiserstraße bald zu eng wurden.

Am 4. November 1994 fasste daher der Feuer-schutzausschuss den Beschluss, in dem Gebäude der ehemaligen Krankenpflegeschule auf lände des Kreiskrankenhauses Weser die neue integrierte Einsatzleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst des Landkreises Hameln-Pyrmont zu bauen. In der Invalidenstraße 3a in Hameln wurde ab Frühjahr 1996 eine moderne, den hohen Anforderungen entsprechende Leitstelle errichtet. Die Zeiten der Interimslösung in der Kaiserstraße waren nach einer kurzen Phase des Doppelbetriebes am 27. März 1997 vorbei.

Mit Technik auf höchstem Niveau

 

Die alte Feuerwache am Ostertorwall.

Start der Kooperativen Regionalleitstelle Weserbergland

Im Dezember 2007 folgte dann ein wichtiger Schritt in Richtung KRL: Die Feuerwache Hameln zog vom Ostertorwall in die neuen Gebäude an der Ruthenstraße.

Die Stadt Hameln gab somit ihre Nachrichtenzentraleauf. Seit dem 1.Januar 2008 wurde nun auch das Einsatzgeschehen der Stadt Hameln im Sinne der interkommunalen Zusammenarbeit von der Leitstelle Invalidenstraße aus zentral disponiert. Mit Inbetriebnahme der KRL Weserbergland zum 1. April 2008 ist nach fast genau elf Jahren der Dienst in der Invalidenstraße eingestellt worden.

 

Die alte Einsatzleitstelle in Holzminden.

Auch der Nachbarlandkreis zieht mit ein -
Einsätze in Holzminden werden nun von Hameln aus geleitet

Im Nachbarlandkreis Holzminden, dessen Rettungseinsätze ebenfalls von der neuen Kooperativen Rettungsleitstelle koordiniert werden, begann die Geschichte der Rettungs- und Feuerwehreinsatzleitstelle (R-FEL) ebenfalls 1980.

Zwar führten die Holzmindener schon 1964 ein Funknetz für die fünf Krankenwagen im Bereich des Landkreises Holzminden ein. Dieses "Florian Holzminden" war allerdings nur während der Dienststunden der Kreisverwaltung besetzt.

Holzminden übergibt Aufgaben an Hameln

Richtig los ging es am 1. Januar 1980: Nach längerer Erprobung wurde die Rettungs- und Feuerwehreinsatzleitstelle in den Räumen des neu erbauten Straßenverkehrsamtes eingerichtet. Sechs Disponenten nahmen rund um die Uhr den Dienstbetrieb auf. Die Notrufnummer 112 wurde im Laufe des Jahres 1980 eingerichtet. Am 15. Juni 1996 folgte dann die Einweihung des 2. Bauabschnittes der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Holzminden.

Gleichzeitig wurden dann die Räumlichkeiten der R-FEL mit der technischen Ausstattung in Betrieb genommen. Zwölf Jahre danach gibt es in der Kreisstadt Holzminden nun keine R-FEL mehr: Denn nach langjährigen Vorgesprächen und Verhandlungen werden die Aufgaben von der KRL Weserbergland in Hameln durchgeführt.

 
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